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Kleidung und Mode Des 16. Jahrhunderts

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Kleidung und Mode Des 16. Jahrhunderts

3.1. Im 16.Jahrhundert wurde in der Männerkleidung die Schaube üblich, die man über dem Wams trug. Das Hemd zeigte am Hals eine Krause. Auch die Frauen trugen eine (fußlange) Schaube. Das Kleid wurde in Rock und Mieder, unter dem das Hemd sichtbar blieb, geteilt. In der 2. Hälfte des Jahrhunderts dominierte die Spanische Mode, damit für beide Geschlechter die steife Halskrause (Kröse), für die höfische Frau der Reifrock.


Kleidung des Mannes: Der Mann trug ein Unterhemd und eine Art Unterhose (genannt: Bruche) aus Leinen. Darüber wurde ein langärmeliger Kittel getragen. Der wollene Kittel reichte bis über die Knie und wurde gegürtet. Um die Schultern legte man einen Rechteckmantel aus Wolle, der auf der rechten Seite durch eine Spange gehalten wurde. Als Kopfbedeckung wurden Filzhüte getragen. Die Füße und Beine wurden bis ins 11. Jahrhundert noch mit Binden umwickelt, danach setzten sich lange Strumpfbeine durch welche man heute als Beinlinge bezeichnet. Die Schuhe bestanden aus Leder und wurden wendegenäht hergestellt. An Frisurmoden überwiegen in dieser Zeit kürzere Haarschnitte. Als Schmuck trug der Mann Mantelspangen und Armreifen sowie Gürtel und Schnallen überwiegend aus Buntmetall/Bronze. Höhere Stände nutzten auch Silber, Gold war überwiegend dem Adel vorbehalten.

Kleidung der Frau: Auch die Frau trug über dem Obergewand einen mantelartigen Umhang, den sie über der Brust schloss. Als Kopfbedeckung trugen verheiratete Frauen das Gebende (oder Gebände), eine drei bis sechs Zentimeter breite Leinenbinde, die die Wange und das Kinn bedeckte. Darauf setzte man kleine flache Hauben, das Schapel oder Schleier. Adlige Frauen trugen meist reich verzierte Kopfreifen. Die Schuhe der Frauen waren spitz und aus weichem Leder. Sie reichten bis zum Knöchel und waren oft verziert. Die Haare hatte man immer noch gerne blondiert, wie es schon im alten Rom üblich war. Es wurde glatt oder geflochten getragen, später dann gelockt und aufgelöst. Als Schmuck dienten der adeligen Frau Armreifen, Diademe, Halsketten und Ohrringe aus Gold und Silber, die mit Edelsteinen besetzt waren. Die höfische Sitte gebot es, Handschuhe aus Seide oder Wollenstoff zu tragen.

3.2. Typische Kleidungsstücke

Die Schaube: Obergewand das seit der 2. Hälfte des15. Jahrhunderts und im 16. Jahrhundert die Männerkleidung zum Teil dominiert. Im 15. Jahrhundert ist die Schaube ein Gewand fur Gelerte (Richter, Arzt, städtische Amter, Universitätslehrer etc.), und im 16. Jahrhundert entwickelt sie sich zu einem allgemein getragenes Gewand. Sie ist vorne offen, besitzt einen Kragen und oft weite, ausladende Armel.

Der Wams: Ist eine Form der Jacke und ein Frühstadium der heutigen Weste. Ursprünglich die Unterjacke der fränkischen Reiter, die zur Polsterung unter der Rüstung getragen wurde. Bis zur Erfindung der anfangs langärmeligen Weste im 17. Jahrhundert wurde es als Oberbekleidungsstück der Männer benutzt. Im Barock wurde es dann von der Weste abgelöst.

Der Mieder: Ein Mieder ist ein den Oberkörper eng umschließendes Kleidungsstück, das je nach Kontext das Oberteil eines Kleides, ein versteiftes Kleidoberteil oder ein Korsett bezeichnet. Mit der Ablösung des Korsetts entstanden die modernen Mieder, die eine größere Bewegungsfreiheit zulassen und trotzdem den Körper formen.

Die Halskrause: (auch: Kröse, Fraise, Duttenkragen) entstand als Bestandteil der Kleidung im 16. Jahrhundert aus dem in Rüschen gezogenen Abschluss des Kragens. Die Halskrause war in der Regel aus weißem Leinen, gestärkt, mit einer Brennschere röhrenförmig getollt und teilweise sehr ausladend.




Der Reifrock: Ein Reifrock ist ein durch Reifen aus Holz, Draht oder Fischbein gespreizter Unterrock. Der Reifrock kam erstmals als kegelförmiger Verdugado (span.: 'Tugendwächter') gegen Ende des 16. Jahrhunderts in der spanischen Tracht auf. Fast gleichzeitig wurde in Frankreich eine eigenständige, tonnenförmige Variante (Vertugadin) entwickelt, die man in mehreren Portraits von Königin Elizabeth I. sieht.

 

3.3. Die Kleiderordnung

Definition von Kleiderordnung: Kleiderordnungen sind Verfügungen einer Obrigkeit über die Kleidung ihrer Untertanen. Sie wollen auf die Kleidung Einfluß nehmen, weil diese nicht nur Geschmack oder Reichtum des Menschen anzeigen kann, sondern auch seinen sozialen Standort repräsentiert und manchmal sein sittliches Wesen offenbart. Ohne das Auftauchen des Phänomens der Mode in Europa im ausgehenden Hochmittelalter wären Kleiderordnungen vielleicht nicht nötig gewesen. Für die Einführung und Überwachung von Kleiderordnungen gab es verschiedenartige Grunde:

1. Aufrechterhaltung der Standesunterschiede: Ein 'Stand' war eine feste Gruppe im sozialen Gefüge der Feudalgesellschaft. Die Zugehörigkeit zu einem Stand richtete sich nach Herkunft, Amt, Beruf und Vermögen. Im 14. und 15. Jahrhundert traten die freien, nicht adeligen Stadtbewohner als Bürger neben die alten Stände des Adeligen und des unfreien oder halbfreien Bauern. Zu dieser Zeit wurden Kleiderordnungen zu einem festen Bestandteil städtischer Verwaltungsgesetzgebungen.

2. Einschränkung von Luxus: Der gesellschaftliche Aspekt des Luxus spielte eine besonders große Rolle in den Kleiderordnungen des 16. und 17. Jahrhunderts. Hierbei berücksichtigte man nicht die finanziellen Verhältnisse des Einzelnen. Vielmehr wurde nach Ständen oft bis ins Kleinste festgelegt, was die Menschen zu tragen hatten. Die Gesetzgeber legten quasi fest, was sich die Bürger leisten durften.

Während die Kleidermode in den mittelalterlichen Gesellschaften bis in die beginnende Neuzeit auf die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stand verwies, ist sie heute ein Mittel des Wettbewerbs geworden.









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